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Géométree and through / Foto: Joerg Burger

1986
FRANÇOIS MORELLET
Géométree and through. Lézarde et fente de ce mur

Rauminstallation
Mauerriss, Leinwand grundiert, Ast, Panelplatte, Acryl
Leinwand: 200 x 200 cm, Panelplatte: 100 x 100 cm
Raummaße: 500 x 400 x 350 cm
Entwurf 1984, Ausführung 1986
Raum: Nordtrakt, 2. Obergeschoss

Die Buchberger Rauminstallation verbindet zwei Konzepte, die ich seit einigen Jahren verfolge. Es handelt sich dabei um Bilder, auf welchen ich das paraphrasiere, was sich hinter ihnen verbirgt. ein Mauervorsprung, ein Gewölbe, eine Tür oder selbst ein anderes Bild: Das Thema des vorderen Bildes war in diesem Fall das hintere Bild. Seit einigen Jahren arbeite ich auch an Bildern, in die ich Äste integriere, weswegen ich sie „Géomé-tree“ nenne.

Die Buchberger Arbeit bezieht sich auf einen breiten Mauerriß, der sich fein verästelt über die Decke weit in den Raum hinein erstreckt. Das Bild verdeckt den zentralen Teil des Risses, doch evoziert es ihn mit Hilfe eines Astes aus dem Schloßpark. Der Riß wird sehr frei dargestellt: an sich handelt es sich um eine Negativform, die ich durch Anbringen des Astes in ein Relief verwandle.
Wegen der Verwendung des Holzes nannte ich das Bild „Géomé-tree“, aber weil es um das Loch in der Mauer ging, das durch das Bild verdeckt wird, fügte ich die englischen Worte „and through“ hinzu. Wenn ein Franzose den Titel schlecht ausspricht dann lautet er „Géométrie et trou“, das heißt „Loch“ und damit ist ebenfalls der Mauerriß gemeint.


(Auszug aus einem Gespräch mit FRANÇOIS MORELLET, August 1986, freie Übersetzung durch Dieter Bogner, publiziert im Katalog Raumkunst.Kunstraum. Schloß Buchberg am Kamp, Wien 2000)

Entstanden und installiert mit einem Ast aus dem Schlosspark im Rahmen des Buchberger Sommer 1986.

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